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US-Musikmarkt wächst stabil weiter

Der US-Musikmarkt verbuchte im Jahr 2025 formatübergreifend ein Umsatzplus in Höhe von 3,1 Prozent. Das zeigt die Jahresbilanz, die der RIAA-Branchenverband am 16. März 2026 vorlegte. Zuwächse gab es bei Musikabos und beim Vinyl, werbefinanziertes Streaming kam indes nicht ans Vorjahr heran und CD-Umsätze gaben prozentual zweistellig nach.

“Die letzten 20 Jahre waren von einem beispiellosen Wandel in der Musikbranche geprägt“, sagte Mitch Glazier bei der Vorstellung der Jahresbilanz für 2025. Der Chairman & CEO der Recording Industry Association of America (RIAA) verwies dazu auf den Aufstieg der Streamingdienste oder das Comeback von Vinyl „als Hörerlebnis und Sammlerstück“. Die Musikbranche treibe derweil das Lizenzgeschäft voran und baue „verantwortungsvolle KI-Partnerschaften“ auf, ergänzte Glazier, der zudem die Musik als kulturellen Eckpfeiler und wachsenden Wirtschaftsmotor lobte.

Die RIAA stellte derweil zunächst einmal für ihren Jahresbericht 2025 statistisch um: Anstelle von Konsumentenpreisen standen erstmals Großhandelspreise im Fokus; damit wolle man die eigenen Werte in Einklang mit internationalen Vorgaben bringen, heißt es beim Branchenverband.

Nach Großhandelspreisen also wuchsen die Einnahmen der Unternehmen aus der Vermarktung von Recorded Music im weltgrößten Musikmarkt im vergangenen Jahr um 3,1 Prozent auf 11,5 Milliarden Dollar oder umgerechnet derzeit rund 10,2 Milliarden Euro. Damit ging es ein bisschen dynamischer aufwärts als vor Jahresfrist: Für 2024 hatte die RIAA das Umsatzplus nach Wholesale-Zahlen noch auf 2,7 Prozent taxiert. Nach Konsumentenpreisen indes lag das Plus damals noch bei 3,1 Prozent.

Die Abo-Einnahmen der Plattenfirmen wuchsen im US-Markt im Jahr 2025 um 6,8 Prozent auf 5,881 Milliarden Dollar, das werbefinanzierte Streaming lag indes mit Einnahmen von 1,789 Milliarden Dollar um 0,6 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Über alle verschiedenen Angebotsformen hinweg wuchsen die Umsätze aus dem Streaming um 3,1 Prozent auf 9,447 Milliarden Dollar, während das gesamte Digitalgeschäft inklusive verschiedener Downloads um drei Prozent auf 9,747 Milliarden Dollar zulegte.

Im Tonträgerverkauf ging es zusammengerechnet ebenfalls rauf: Das physische Musikgeschäft in den USA wuchs formatübergreifend um fünf Prozent auf 1,381 Milliarden Dollar. Das Vinyl durchbrach dabei im 19. Wachstumsjahr in Folge die Milliardenmarke: Hier ging es nach noch gut 954 Millionen Dollar im Vorjahr um 9,3 Prozent hoch auf Einnahmen von nunmehr fast 1,043 Milliarden Dollar. Allerdings büßte die CD bei Umsätzen von noch 312,4 Millionen Dollar im Vorjahresvergleich weitere 7,8 Prozent ein. In der Nische der anderen physischen Formate ging es derweil um gut 16 Prozent rauf auf Umsätze von 25,8 Millionen Dollar.

Das Geschäft mit Premium-Musikabos steuerte gut 55 Prozent zu den Einnahmen der Plattenfirmen im US-Musikmarkt bei, der Verkauf physischer Tonträger kam 2025 auf einen Marktanteil von zwölf Prozent. Die Vinyl-Umsätze im US-Markt, so reklamiert die RIAA noch beinahe nebenbei, würden für fast die Hälfte der weltweiten Einnahmen aus dem Verkauf von Schallplatten stehen.

Laut RIAA-Angaben erreichte der US-Markt 2025 schließlich noch einen neuen Rekordwert, bereinigt um Inflationswerte indes kommt das Musikgeschäft auch hier noch nicht ans Jahr 1999 heran, für das zum „Musically“ einen korrigierten Wert von rund 16 Milliarden Dollar angibt.