Recorded & Publishing

Sony Music will 135.000 KI-Deepfakes entfernen lassen

Wie die „BBC“ und weitere Medien berichten, habe Sony Music Schritte eingeleitet, 135.000 Songs aus dem Internet zu entfernen, in denen Acts des Majors imitiert werden. Laut der Konzern-Tochter würden solche Deepfakes den Künstler:innen „direkten wirtschaftlichen“ Schaden zufügen.

Beyoncé, Queen und Harry Styles sind allesamt bekannte Acts aus dem Künstlerroster des Musikkonzerns Sony Music. Laut diesem sind sie auch beliebte Ziele von KI-Deepfakes. Wie das Unternehmen nun gegenüber der „BBC“ mitteilte, hat es Schritte eingeleitet, um 135.000 solcher Songs, die Stars imitieren, aus dem Internet entfernen zu lassen.

Allein 60.000 der gefundenen Songs seien in den vergangenen zwölf Monaten aufgetaucht, so Sony Music.

Der erste Deepfake-Fall, der viel Aufmerksamkeit erregte, war der Song „Heart On My Sleeve“ – angeblich von den Superstars Drake und The Weeknd.

Laut dem „BBC“-Artikel geht Sony Music davon aus, dass die gefundenen 135.000 Fake-Songs nur ein Bruchteil dessen sind, was wirklich an KI-Fakes von Musiker:innen im Umlauf ist.

„Das Problem bei Deepfakes ist, dass es sich um ein nachfrageorientiertes Phänomen handelt“, erklärt Dennis Kooker, President Global Digital Business Sony Music, der jüngst an der Vorstellung des IFPI-Reports zum Stand der Recorded-Branche 2025 teilgenommen hatte. „Sie machen sich die Vermarktung von Musik durch einen Act zunutze. Am schlimmsten sind Deepfakes, wenn sie auf der Nachfrage aufbauen, die der Act geschaffen hat. Sie profitieren davon und lenken letztendlich von dem ab, was der Act eigentlich erreichen will.“