Auf 180 Quadratmetern finden DJs, Produzenten und andere Groovesüchtige alles, was sie begehren: T-Shirts, Systeme, CDs und DVDs gehören zur Pflichtausstattung, doch seinen Trumpf spielt der Shop im Bereich Vinyl aus. Vinyl macht 90 Prozent der Umsätze aus. 95 Prozent davon entfallen auf eigenes Repertoire. Mit Lars „Vegas“ Dorsch führt ein flexibler Fachmann die Geschäfte, der auch als DJ und Produzent (Karma) sowie als Labelmanager (Spectrum Works, Thrillseeker) von sich reden machte. Er kennt die Geschichte und sozio-kulturellen Hintergründe der Musik, mit und von der er lebt. Egal, ob HipHop, Soul, Funk, Jazz, Reggae oder Drum’n’Bass, gemeinsamer Nenner ist für ihn der Groove. Auch die zwei festen und fünf freien Mitarbeiter von Groove Attack kommen aus der Szene, jeder von ihnen legt selbst auf. Kunden, die den Laden betreten, werden selbstverständlich geduzt und sind sofort im Gespräch mit den Mitarbeitern.
Die Tonträgerkrise geht indes auch am Spezialisten nicht spurlos vorbei: „Eindeutig mit dem Trend“ hat sich das Geschäft laut Dorsch zuletzt entwickelt. Der CD-Umsatz brach in zwei Jahren um 50 Prozent ein, und selbst das Kerngeschäft mit Vinyl schrumpfte um zehn Prozent. Ursachen sieht Dorsch neben der unklugen Preispolitik der Majors in der Zunahme privater Kopien. Doch noch macht er sich keine ernsthaften Sorgen, dass auch das DJ-Geschäft durch die voranschreitende Digitalisierung bald einbrechen könnte. Vielmehr glaubt er weiter an den sinnlichen und praktischen Mehrwert der Vinylplatten. Als das „Gesicht von Groove Attack“ charakterisiert Dorsch seinen Laden und zugleich das Verhältnis zum Plattenfirmen-Mutterhaus, das heute in Köln-Mülheim sitzt und dessen Ursprünge er Ende der 80er-Jahre hautnah miterlebte.
Kontakt
Groove Attack Maastrichter Str. 49 51672 Köln Telefon: 02 21/52 20 37 Fax: 02 21/52 20 39 Internet: www.grooveattack.com E-Mail: [mailto:[email protected]@@@[email protected]]
Das Unternehmen, das auch Niederlassungen in den USA und Berlin besitzt, sei organisch aus dem ehemaligen Wuppertaler Beatbox-Club erwachsen. Dessen Gründer Heribert Meuser leitet noch heute gemeinsam mit Frank Stratmann die gesamte Groove-Attack-Firma. Plattenfirma und Laden bilden laut Dorsch eine untrennbare Einheit. Der direkte Kundenkontakt sei ein unverzichtbarer Input für die Labelarbeit. Das Feedback der Kunden, die im Shop die neuesten Groove-Attack-Veröffentlichungen teils Tage vor dem Release erhalten, ist für Lars Dorsch unbezahlbar.







