Wie erst jetzt bekannt wurde, ist am 18. Mai der weltweit renommierte deutsche Toningenieur Jürgen Koppers im Alter von 64 Jahren an Herzversagen gestorben.
Koppers hatte sich in den 70er Jahren weltweit einen hervorragenden Ruf als Toningeneur und Studiomischer erworben, als er zusammen mit den Produzenten Giorgio Moroder und Harold Faltermeyer den so genannten Sound Of Munich exportierte. Er war für den innovativen Discosound auf den Alben von Donna Summer und Silver Convention mit zuständig. „Er war einer der ganz wenigen Weißen, der schwarz mischen konnte“, schwärmt der Musiker und Produzent Dieter Falk, der mit Koppers später Alben von Pe Werner und Pur betreute.
In den 80er Jahren arbeitete Koppers unter anderem mit Jack White. Er war an Produktionen von Laura Branigan beteiligt und zeichnete auch für den Sound des Welthits „When The Rain Begins To Fall“ von Jermaine Jackons & Pia Zadora verantwortlich. Zudem hatte er seine Finger bei Produktionen von Village People, Anne Murray, Engelbert, Marius Müller-Westernhagen, Nena und Udo Lindenberg im Spiel. Künstler wie Eros Ramazzotti schätzten Koppers vor allem für seinen „unvergleichlich guten Gesangssound“, so Falk.
Mitte der 80er Jahre kehrte Koppers nach Deutschland zurück und gründete in Unterföhring die Paradise Studios. Hier betreute er ein großes Spektrum an Produktionen, das von Schlager bis Rock reichte. Seit Mitte der 90er Jahre hatte er sich unter dem Firmennamen JK’s Mastermix Tonstudio aufs Mastern verlegt und war auch auf diesem Gebiet sehr erfolgreich. Hier arbeitete er unter anderem mit BAP, Sarah Brightman, Michael Mittermeier und Lionel Ritchie zusammen.



