Als federführende Institution der Veranstaltung hatte der Österreichische Rundfunk (ORF) die Plattenfirmen des Landes aufgefordert, Vorschläge für den Eurovisions-Beitrag einzusenden. Mit einer Kombination aus musikalischer Qualität und starker Bühnenpräsenz überzeugte Bobbie Singer schließlich die ORF-Jury bei der nationalen Vorausscheidung zum Grand Prix d’Eurovision. Insgesamt war das Wettberwerbsniveau in diesem Jahr, so ORF-Programmintendantin Kathrin Zechner gegenüber MUSIKWoche, auf einem hohen Niveau: „Die Beiträge spiegelten das große musikalische Potential hier in Österreich wider. Darüber hinaus hat die neue Musikergeneration das lange Jahre bestehende Vorurteil gegenüber dem Song Contest als reine Klischeeveranstaltung abgelegt und diesen Wettbewerb als Chance für eine internationale Präsentation mit Millionenpublikum begriffen.“ Der ORF-Radiosender Ö3 wird den Titel bereits im Vorfeld des Grand Prix massiv unterstützen.
Entsprechend dem neuen Reglement für den Song Contest, das eine freie Sprachwahl zuläßt, wird Bobbie Singer ihren Wettbewerbsbeitrag, „Reflection“, in englischer Sprache vortragen. Text und Musik kommen von Dave Moskin, einem Musiker aus New Jersey, der seit vier Jahren in Wien lebt und bisher als Frontmann der Band Pontiac Jones und als Sänger von Discorama in Erschei-nung trat. Große Freude über den Erfolg von Bobbie Singer herrscht natürlich auch bei Koch International Austria. Consultant Manager Peter Pansky schätzt an der Sängerin vor allem die Breite ihres musikalischen Spektrums: „Bobbie Singer ist unser absoluter nationaler Schwerpunkt. Sie ist überaus talentiert, schreibt ihre Lieder und Texte zumeist selbst und ist ein klassischer Female Singer/Songwriter.“ Mit ihren Texten über Liebe, Freundschaft oder das politische Weltgeschehen, treffe sie, so Peter Pansky, den Nerv der jungen Leute besonders gut. Aus diesem Grund komme ihr bei Koch International Austria für die langfristige Positionierung auf dem österreichischen Markt eine zentrale Rolle zu. Singers Manager, Karl Mayrhofer, hat für den Erfolg der Chanteuse eine einleuchtende Erklärung: „Bobbie Singer ist die Alternative für all jene, die von der Oberflächlichkeit konstruierter Teenie-Bands genug haben.“ Und Bobbie Singer selbst bleibt dem ganzen Trubel zum Trotz gelassen: „Erwartungen an den Grand Prix d’Eurovision habe ich eigentlich keine, aber dafür fahre ich mit einigen Hoffnungen nach Jerusalem. Denn schließlich hofft doch jeder Teilnehmer letztlich auf den Sieg.‘







