MP3.com-Chef schmiedet wieder Pläne
Michael Robertson, CEO des Internet-Musikdienstes MP3.com, sprach im Rahmen des New-Media-Kongresses "MB5 2000" über die Zukunft seiner Firma und die Veränderungen, die das MP3-Format der Musikbranche beschert.
Michael Robertson, CEO des Internet-Musikdienstes MP3.com, sprach im Rahmen des New-Media-Kongresses "MB5 2000" über die Zukunft seiner Firma und die Veränderungen, die das MP3-Format der Musikbranche beschert. Robertson, der sich zu Beginn in Anspielung auf die jüngsten selbst als den "größten Urheberrechtsverletzer aller Zeiten" vorstellte, verglich die Bedeutung der MP3-Technologie mit der Einführung des Kühlschranks. So wie dieser den Verkauf und den Umgang mit Lebensmitteln grundsätzlich verändert habe, habe MP3 die Nutzung von Musik neu definiert. Für Dezember kündigte Robertson ein neues Hardware-Element für die Stereoanlage an, mit dem der Konsument direkt über seine Anlage auf das MP3.com-Angebot zugreifen kann, ohne dazu den PC anschalten zu müssen. Robertson bemängelte die grundsätzliche Einstellung der Branche zum Thema MP3: Derzeit ginge es allen Beteiligten hauptsächlich um Sicherheit und darum, ihre Inhalte möglichst gut zu verschlüsseln. Dies sei der falsche Ansatz. Das Ziel sollte vielmehr sein, die größtmöglichen Gewinne zu erzielen.