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Musicboard Berlin vergibt über 560.000 Euro

Das Musicboard Berlin unterstützt mit der ersten Förderrunde 2023 mehr als 30 Projekte mit Geldern in Höhe von über einer halben Million Euro.

Das Musicboard Berlin unterstützt mit der ersten Förderrunde 2023 mehr als 30 Projekte mit Geldern in Höhe von über einer halben Million Euro.

Die Berliner Musikförderstelle konzentrierte seine zur Verfügung stehenden Mittel von 560.335 Euro dabei hauptsächlich auf drei Programme: „Festivalförderung“, das „Karrieresprungbrett Berlin“ als Anlaufstelle für den Branchennachwuchs sowie „Pop im Kiez“ mit Live-Schwerpunkt.

Insgesamt gingen 125 Projektanträge ein – 29 Bewerbungen mehr als im letzten Antragszeitraum.

Gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Kultur und Europa wolle das Musicboard zudem die Verwaltung der Berliner Spielstätte Rockhaus unterstützen und Music Pool Berlin sowie das Beratungsangebot und die Clubkultur-Förderung der Clubcomission kofinanzieren.

In der Jury für die erste Finanzierungsrunde des Jahres saßen Christoph Reimann (Hörfunk-Journalist Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und ByteFM), Dahlia Borsche (Musikwissenschaftlerin und Kuratorin), Esra Karakaya (Journalistin und Videoproduzentin), Gregor Hotz (Geschäftsführer des Musikfonds e.V.) und Judyta Smykowski (Journalistin Die Neue Norm und taz).

Soziale und kulturelle Diversität, Barrierefreiheit und Inklusion hätten bei der Auswahl erneut an vorderster Stelle gestanden. Insbesondere berücksichtige die Jury Anträge von Frauen*, nicht-binären sowie queeren Personen und BIPoC (Black, Indigenous, People of Colour).

„Wie steht es um das Verhältnis zwischen neuen und etablierten Antragstellenden? Welche Communities werden angesprochen? Wie stellen wir eine möglichst breite musikalische Vielfalt sicher? Wie stärken wir Initiativen für mehr Inklusion?“ wären Fragen gewesen, die den Entscheidungsprozess der fünfköpfigen Jury angeführt hätten.

Die Wahl sei auf „einige besonders starke Projekte“ gefallen. Jedoch sei sie keine leichte gewesen, „denn leider reichen die zur Verfügung stehenden Mittel bei weitem nicht für alle förderungswürdigen Projekte aus“, wie es aus dem Berliner Büro heißt. Trotzdem ermutige das Musicboard Berlin neue und bekannte Antragstellende, ihre Bewerbungen für die nächste Förderrunde einzureichen.