Spotify zeigt sich bei deutschen Acts dynamischer als der Gesamtmarkt
Am 22. April 2026 präsentierte Spotify ausgewählte Zahlen seines "Loud & Clear"-Berichts für den deutschen Musikmarkt im Jahr 2025. Demnach wuchs zum Beispiel die Summe der von deutschen Künstler:innen über die Plattform eingespielten Tantiemen schneller als die vom BVMI ausgewiesenen Umsätze der Musikunternehmen im Recorded-Bereich.
Erst im März hatte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer nach einer Reihe unilateraler Gipfeltreffen mit Kreativschaffenden, der Labelseite und den DSPs angekündigt, in der Diskussion um die Verteilung der Einnahmen aus der Vermarktung von Musik übers Streaming einen Runden Tisch einberufen zu wollen. Bei Spotify liefert man nun mit deutschen Zahlen aus dem "Loud & Clear"-Transparenzbericht Argumente in eigener Sache und lässt damit vielleicht sogar erahnen, welche Bedeutung der kulturpolitischen Diskussion hierzulande beigemessen wird – schließlich veröffentlicht das Unternehmen die deutschen Details ziemlich genau vier Wochen früher als noch vor Jahresfrist und mit deutlich kürzerem Abstand zu den globalen Werten, die seit dem 11. März vorliegen.
